Paula Balov

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Literarisches

Ich will ganz dicht erzählen, mit der Lupe den Beobachtungen meiner Protagonist*innen folgen, erforschen wie viel mit nur einer Szene gesagt werden kann. Und ich will leise Lyrik mit konkreten, minimalistischen Bildern schreiben oder das Gegenteil: Spoken Word, laut und mit Schlagkraft.

Veröffentlichungen

  • 2016:  „rausch.wav“ und „nach neujahr“ (Gedichte) in Segeblatt, Ausgabe 5
  • 2011:  „Rückweg“ (Kurzgeschichte) in Freihändig: Junge Literatur 2006 bis 2011, Anthologie

Texte

Spoken Word

Skopje, der Ort meiner Sommerferien und die Heimatstadt meiner Familie, hat viel zu erzählen. Ich bin daher mit ihr spazieren gegangen und habe sie alles gefragt, was mir unter den Nägeln brannte, z.B. wie es ihr mit „Skopje 2014” geht - einem Bauprojekt, das überall in der Stadt nationalistischen Kitsch hinterließ.

Das Gedicht habe ich in einem Workshop von Katinka Kraft geschrieben und in der Spoken-Word-Show „Protestgrübchen” performt.

ein spaziergang mit skopje

sie haben dir den plan aufgetischt:
optimierung bis 2014.
dich in ein korsett gesteckt,
dich nicht gefragt,
rot mit filigranen sonnen bestickt.
die schnüre festgezogen,
die stäbe hart wie säulen,
die geschichte stützen müssen. [...] Weiterlesen


Prosa

Kopf über Hals

Eine Kurzgeschichte über Angst

Ich schaue sie an, sie mit ihrem Medizinballkopf und dann dieser dünne Hals. Ganz zerbrechlich wirkt er. Ich hab Angst, er könne umknicken, wie ein spröder Ast. Ich will schon rüber gehen und ihr den Kopf halten, doch ich trau mich nicht. Der Bus fährt eine Kurve und ihr Kopf schaukelt hin und her. Langes Haar zieht ihn runter, doch sie hält dagegen. Ich hab Angst, die Sitzlehne könne gegen ihren Hals knallen und ihr das Genick brechen [...] Weiterlesen

Doma

Eine Kurzgeschichte über Heimat

Ich bin so viel herumgereist, in meinem Zimmer. Hab meine Möbel umgebaut und umgefärbt und umgestellt, verschoben, manchmal zertrümmert. Sie waren zu laut und zu kantig. Meine Bücher schnarchen oft, also hab ich sie neu sortiert, nach Alphabet. Ich will mich neu fühlen in den vier Wänden, die schon Altersflecken haben. Irgendwann muss ich in die Ferne reisen, vielleicht drei Blocks weiter. Da werden die Wände neu sein und porentief rein [...] Weiterlesen


Lyrik

tagtraum (treba mi soba)

ich brauche raum
fünftausend zu empfangen.
für das eurovision grand final
in berlin.
unter eine decke
steck ich die quings 'n queers [...] Weiterlesen

schrei

ich suche im dunkeln
nach monstern aus decken und socken
unterm bett und im schrank
meine hände suchen staub und die finger
das bild das schief hängt
sie tasten [...] Weiterlesen

kopfüber

mein kopf hängt rot vom bett.
ich sehe so, wie meine netzhaut sieht:
den boden weit und nackt.
aus der decke ragen möbel, wie messer
und du [...] Weiterlesen

nach neujahr

ein teppichpfad
mit kieselborsten
der die haut
von den absätzen
frisst [...] Weiterlesen


Projekte

Gruppenfoto, Prima Gesagt 2009
Bild von einer Lesung, Balance Fragile
Bild von einer Schreibwerkstatt, Prima Gesagt 2009
Bild von einer Lesung, Prima Gesagt 2010, Annamaria und Paula Balov
Bild von einer Lesung, Prima Gesagt 2012

Lesebühne: PRIMA GESAGT

Von 2009 bis 2012 leitete ich zusammen mit meiner Mutter Doroteja Novosel die Lesebühne und Schreibwerkstatt „Prima Gesagt” im Prima Center Berlin, Soldiner Kiez, Wedding. Wir initiierten einen literarischen Dialog der Generationen, lockten viele Gastautor*innen auf unsere Bühne, probierten uns in verschiedenen Genres und Literaturgattungen aus, erzählten Anekdoten aus dem Kiez, experimentierten mit multimedialen Performances und stellten sogar ein Theaterstück auf die Beine.

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